1. Das Narrativ der „Staatsräson“ als Hochverrat

Jürgen Elsässer und Peter Feist lehnen das Konzept der deutschen Staatsräson bezüglich Israel entschieden ab. Es wird behauptet, dass eine Unterordnung deutscher Interessen unter die eines anderen Staates den Tatbestand des „Hochverrats“ erfülle. Zitat: „Eigentlich ist das sogar im Wortlaut nach Hochverrat, wenn die Kanzlerin sagt, dass die Interessen ihres eigenen Landes den Interessen eines anderen Landes untergeordnet werden.“

2. Israel als „Kolonialsiedlerstaat“

Die Gesprächspartner bewerten die Entstehung Israels primär als koloniales Projekt und nicht als legitime Staatsgründung. Dabei wird die zionistische Ideologie in die Nähe von Apartheid und Sklavenhaltersystemen gerückt. Zitat: „Der Zionismus [...] ist eine Kolonialsiedler-Ideologie, verbleicht da mit der Apartheid-Ideologie oder mit dem Rassismus der Sklavenhalterstaaten.“

3. Behauptete „Mossad-Spur“ beim 11. September

Im Rahmen der Analyse des 11. Septembers wird die Verschwörungsthese verbreitet, der israelische Geheimdienst Mossad sei in die Anschläge verwickelt gewesen. Zitat: „Hier wird ja sogar in diesem Artikel behauptet, der Mossad war's. Naja, es wird nahegelegt, sagen wir mal so.“

4. Einfluss von „Endzeitsekten“

Es wird die These vertreten, dass Israel von messianischen, „verrückten“ Endzeitsekten (speziell Chabad Lubawitsch) gesteuert werde, die gezielt einen Weltuntergang herbeiführen wollten. Benjamin Netanjahu wird als bloßes „Werkzeug“ dieser Gruppen dargestellt. Zitat: „Diese Endzeit ultrareligiösen, die gehen davon aus, dass die Welt untergehen muss, damit der Messias kommt.“

5. Kritik an Waffenlieferungen

Die Lieferung deutscher U-Boote, die als atomwaffenfähig bezeichnet werden, wird scharf kritisiert. Die Teilnehmenden fordern einen Stopp dieser Unterstützung und verknüpfen dies mit einer Ablehnung aktueller deutscher Nahostpolitik. Zitat: „Stoppt den Quatsch, wir wollen nicht in internationale Konflikte, mit denen wir eigentlich nichts zu tun haben, verwickelt werden.“