Derzeit wird nur die Website von NIUS berücksichtigt – keine YouTube-Videos. Das temporäre „Volksbad" vor der Berliner Volksbühne wurde am Sonntag zur zentralen Projektionsfläche für NIUS' Kulturkampf. Mit zwei Beiträgen – einem ätzenden Kommentar von Claudio Casula und einem skandalisierenden Bericht von Joelle Rautenberg – zündete die Redaktion eine konzertierte Kampagne, die linke Heuchelei, Steuergeldverschwendung und einen neuen, anti-weißen Rassismus in einem einzigen, wasserdichten Narrativ zusammenführt.
Casulas langer Kommentar zur nächtlichen Stunde ist das gewichtigere Stück, eine Generalabrechnung mit dem gesamten linken Kulturbetrieb. Für ihn ist das Becken kein Bad, sondern eine „Selbstinszenierung des linken Kulturbetriebs". Der Vorwurf: 300.000 Euro Steuergeld für ein temporäres Planschbecken, während echte Bäder verfallen. Die Pointen sitzen: Während über Dürre geklagt werde, plantsche die Schickeria; das Bad sei eine geschlossene Veranstaltung für ein urbanes, digitalaffines Milieu, das nichts mit dem „Volk" zu tun habe, das echte Bürgerbäder brauche. Casula zeichnet ein Bild von Zynismus und Realitätsferne: „Man kritisiert die Politik, die einen finanziert, und erhält dafür Applaus." Der Verweis auf „queeren" Kraulkurs und „Regenbogenforellen" komplettiert die Chiffre für einen verachteten, da vermeintlich dekadenten, linken Lebensstil.
Den entscheidenden rassistischen Dreh erhält die Kampagne jedoch erst durch den parallelen Beitrag von Rautenberg. Sie skandalisiert ein Detail: Am 14. August sperrt die NGO „Each One Teach One" (EOTO) das Becken exklusiv für „Schwarze Communities". Weiße Menschen sind ausgeschlossen. Für NIUS ist das der ultimative Beleg eines doppelten Standards. Das mit Steuermillionen geförderte Opfer-Narrativ der NGO schlage um in blanke Diskriminierung von Weißen. Rautenbergs Text konstruiert ein dichtes Netz aus Steuergeldflüssen (425.000 Euro aus „Demokratie Leben!") und politischen Verbindungen, das die NGO als Teil eines „linken Filzes" markiert. Die Argumentationsfigur ist heimtückisch: Indem NIUS den anti-weißen Rassismus einer marginalen linken Gruppe anprangert, beansprucht es die Verteidigung universeller Gleichheitsrechte – und verschiebt die Täterschaft subtil. Nicht die strukturelle Benachteiligung von People of Color ist hier das Problem, sondern ein imaginiertes System, in dem Weiße zu Opfern werden. Zwei Artikel zum selben Thema an einem Tag – das ist eine gezielte Kampagne.
Andere Stränge blieben am Sonntag zweitrangig: Gunnar Schupelius wetterte in einem Kommentar gegen SPD-Pläne, den Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte wieder zu erleichtern. Kommentator Alexander Kissler skizzierte ein düsteres Bild Berlins unter einer möglichen Regierungschefin Elif Eralp von der Linken, der er „Koran und Sozialismus" unterstellte. Dazwischen: AfD-Umfrage-Jubel aus Sachsen-Anhalt und Wirtschaftsmeldungen mit Anti-Regierungs-Duktus. Unpolitische Füller wie ein Bericht über einen defekten ICE-Klimaanlage fungierten als Reichweiten-Futter.
Begriffe & Frames des Tages
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NGO-Komplex
„‚Respect‘ gilt als Meldestelle aus dem linksgrünen NGO-Komplex" Der Begriff, den NIUS seit Monaten etabliert, wird nun auch im Kontext der Volksbad-Kampagne prominent aufgerufen („steuerfinanzierte NGO"). Er suggeriert ein kartellartiges, undurchsichtiges System aus Staatsfinanzierung und linker Ideologie, das gegen die Interessen der „normalen" Bürger arbeitet. Die „Respect"-Meldestelle überlegt ihre Arbeit einzustellen, was NIUS mit einer gewissen Genugtuung als Schwächung dieses Komplexes wertet.
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„Volksbad" als Chiffre für links-elitäre Heuchelei
„...eine sommerliche Einladung an die Hauptstadt... schließt nun selbst Menschen vom Schwimmen aus. Und zwar aufgrund ihrer Hautfarbe." NIUS kapert den Begriff „Volksbad" ironisch. Er steht nicht mehr für einen inklusiven Ort, sondern für die Selbstentlarvung einer links-grünen Elite, deren universelle Rhetorik spätestens bei der Praxis des Rassismus gegen Weiße zusammenbricht. Die Pointe, dass ein so benanntes Projekt das „Volk" spaltet, ist das zentrale Framing der Kampagne.
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Kissler: „Koran und Sozialismus: Die Linke greift in Berlin nach der Macht"
Website09:51 Uhr | 10.8.2026Kissler inszeniert eine bevorstehende Wahl der Linken als absehbaren Untergang der Hauptstadt in Chaos, Islamismus und Enteignung. [Link](https://nius.de/Kissler Kompakt/koran-und-sozialismus)