taz - 3 Texte: taz - 3 Texte - 5.4.2026
* **[Ammoniakfabrik in Mexiko: Menschenrechte? Hier nicht]** Ein ökologischer Konflikt im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa scheint auf den erste
taz - 3 Texte
* **[Ammoniakfabrik in Mexiko: Menschenrechte? Hier nicht]**
Ein ökologischer Konflikt im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa scheint auf den ersten Blick weit weg – bis man erkennt, dass deutsche Fördergelder der staatlichen KfW-Bank ihn erst möglich machen. Die Reportage begleitet zwei indigene Aktivistinnen, die sich gegen die Zerstörung ihrer Heimat durch einen internationalen Großkonzern wehren und ihren Protest bis nach Berlin tragen. Der Text macht abstrakte Begriffe wie "neokoloniale Wirtschaftspolitik" an konkreten Schicksalen greifbar und zeigt: Globale Lieferketten und lokale Handlungsspielräume sind enger verzahnt, als wir oft denken.
[Link zum Text](https://taz.de/Ammoniakfabrik-in-Mexiko/!6164476/)
* **[Parlamentswahl in Ungarn: Und Schuld haben ausländische Kräfte]**
Wie funktioniert das Playbook europäischer Autokratien in der Praxis? Die Analyse der ungarischen Wahlkampfstrategie wirft einen entlarvenden Blick auf Viktor Orbáns System. Anstatt sich in reiner Empörung zu verlieren, seziert der Text die massiven Widersprüche der Regierung: Einerseits wird gegen "ausländische Kräfte" und die EU gehetzt, andererseits stützt sich das ungarische Wirtschaftsmodell vollkommen auf subventionierte ausländische Autokonzerne und billige Energie. Ein wichtiges Lehrstück darüber, wie rechtspopulistische Feindbilder gezielt konstruiert werden – und warum sich diese Störpolitik auf EU-Ebene langfristig selbst marginalisiert.
[Link zum Text](https://taz.de/Parlamentswahl-in-Ungarn/!6164558/)
* **[Künstliche Intelligenz im Krieg: Riesige Datenmengen, tödliche Folgen]**
Während wir im Alltag über Textgeneratoren debattieren, verschiebt sich an den geopolitischen Brennpunkten gerade die Grenze der menschlichen Moralstruktur. Diese tiefgehende Recherche beleuchtet, wie Tech-Firmen wie Palantir und Anduril die Kriegsführung im Nahen Osten und in der Ukraine durch Algorithmen und riesige Datenmengen automatisieren. Der Text zwingt uns, den Blick an den technologischen Horizont zu richten: Er stellt die unbequeme, aber hochrelevante Frage nach der ethischen und politischen Verantwortung, wenn die Entscheidung über Leben und Tod zunehmend an Maschinen ausgelagert wird.
[Link zum Text](https://taz.de/Kuenstliche-Intelligenz-im-Krieg/!6165983/)