• [©Tom geht in Aktivrente: „Jeder kann zeichnen“] Dieser Text holt uns in die absolute Nahdistanz des Alltags: Die Beobachtung des Absurden auf der Straße vor der eigenen Haustür. Das Interview mit dem langjährigen taz-Cartoonisten ©Tom ist nicht nur eine Reflexion über den feinen Unterschied zwischen zynischem Spott und liebevoller Satire, sondern vor allem ein Plädoyer für kreative Selbstwirksamkeit. Wenn die Weltnachrichten erdrückend wirken, liegt im genauen Hinsehen und im eigenen Stift ein unerwarteter Handlungsspielraum. Die simple Botschaft „Jeder kann zeichnen“ wird hier zur charmanten, fast trotzigen Ermächtigungsstrategie gegen das Gefühl der eigenen Ohnmacht. Link zum Text

  • [Welt-Parkinson-Tag am 11. April: Mit Ding im Kopf] Von der bewussten Beobachtung des äußeren Alltags führt dieser Essay radikal nach innen – in die Fragilität des eigenen Körpers. Der Autor beschreibt schonungslos sein Leben mit Parkinson und seine Existenz als „Cyborg“ mit einem implantierten Hirnschrittmacher. Der Text baut eine kraftvolle Brücke zwischen tiefstem persönlichem Erleben und einer harten gesellschaftlichen Realität: Wie navigiert man als chronisch kranker Mensch durch eine Gesellschaft, die Jugend, Stärke und Gesundheit geradezu fetischiert? Ein emotional wuchtiges Zeugnis, das den Blick für die Lebensrealitäten abseits der Leistungsgesellschaft schärft und gleichzeitig konkrete strukturelle Veränderungen in der Forschungsförderung einfordert. Link zum Text

  • [Horrende Spritpreise in Hongkong: Wo Autofahren purer Luxus ist] Der Blick weitet sich über den Horizont hinaus und konfrontiert uns mit einem radikal anderen System für ein hierzulande hochgradig emotionalisiertes Alltagsthema: dem Autofahren. Während in Europa über jede Schwankung an der Zapfsäule gestritten wird, zeigt diese Analyse aus Hongkong eine Metropole, in der Individualverkehr durch extreme Kosten, dichte Besiedlung und exzellenten Nahverkehr zum reinen Luxusgut dekonstruiert wird. Der Text bricht unsere festgefahrene westliche Filterblase zur Automobilität auf und zeigt, wie drastisch sich globale geopolitische Krisen auf lokale urbane Räume auswirken – und wie stadtplanerische Realitäten völlig andere Lebensweisen erzwingen. Link zum Text