• [Kriegsdienstverweigerung: Die schwere Suche nach dem Gewissen] Wenn der Staat im Spannungsfall ruft, wie beweist man auf dem Papier sein Innerstes? Mit der Debatte um eine neue Wehrpflicht rückt ein fast vergessenes Grundrecht wieder in den Fokus. Diese Reportage begleitet einen jungen Mann durch den bürokratischen Hürdenlauf der Kriegsdienstverweigerung und zeigt greifbar auf, wie absurd schwer es ist, das eigene Gewissen rechtssicher in ein amtliches Begründungsschreiben zu pressen. Ein hochaktueller Blick auf die alltägliche Reibungsfläche zwischen persönlicher Überzeugung und staatlicher Erfassung. Link zum Text

  • [Parlamentswahl in Ungarn: Hauptsache, nicht Orbán] Was bedeutet es für den Alltag, wenn der eigene Staat einen zum Feindbild erklärt? Vor der Wahl in Ungarn steht die queere Community vor einem zermürbenden Dilemma: Um das autokratische System Orbáns zu brechen, müssen viele wohl für einen Oppositionskandidaten stimmen, der ihre Rechte ebenfalls ignoriert. Der Text verbindet die europäische Makropolitik mit der ganz persönlichen Ebene und stellt eine unbequeme demokratische Frage: Wie wählt man, wenn man sich nur zwischen dem direkten Feind und dem Ungewissen entscheiden kann? Link zum Text

  • [Maria Kolesnikowa über Zeit im Gefängnis: „Wir müssen uns schon selbst retten“] Wenn ein Regime einem nicht nur Rechte, sondern die komplette physische Freiheit nimmt, was bleibt dann noch? Die belarussische Bürgerrechtlerin Maria Kolesnikowa saß fünf Jahre im Gefängnis. In diesem tief inspirierenden Interview erzählt sie, wie sie der Isolationshaft mit im Kopf gespielter Bach-Musik, auswendig gelernten Büchern und reinem Humor begegnete. Ein radikaler Kontrapunkt zu unseren alltäglichen Beschränkungen, der eindrucksvoll zeigt, wie viel Widerstandskraft im menschlichen Geist steckt – und dass wir auf keinen Retter von außen warten dürfen. Link zum Text