Der Samstaggmorgen begann im Westen und an den zentralen Knotenpunkten mit erheblichen Verzögerungen im Fernverkehr, die sich bis zum Mittag ausweiteten. Während internationale Verbindungen ab München trotz Schneefalls stabil liefen, verzeichnete der Nahverkehr in Stuttgart und Leipzig gegen 10 Uhr massive Einschränkungen. Alle Angaben sind Durchschnittswerte des Vormittags. Nördlich der Main-Linie herrschte strenger Frost mit Tiefstwerte bis -9°C in Hamburg und Bremen. München meldete Schneefall, der den Betrieb jedoch kaum beeinträchtigte. ### Fernverkehr In den frühen Morgenstunden konzentrierten sich die Verzögerungen auf den Westen und die Mitte. Köln, wichtiger Knoten für Verbindungen nach Benelux, verzeichnete um 7 Uhr mit durchschnittlich 52 Minuten den Höchstwert des Tages. Ursächlich waren hier Notarzteinsätze (Code 08) und Vorranggewährungen für andere Züge. Ähnlich die Lage in Hannover: Am Kreuzungspunkt der Nord-Süd- und Ost-West-Linien bauten sich morgens 49 Minuten Verspätung auf. Bis 10 Uhr verlagerte sich die Dynamik. Während sich Köln leicht auf 32 Minuten erholte, stiegen die Werte in Hamburg auf 48 Minuten und am Schnellstrecken-Knoten Kassel auf 43 Minuten an. Hier bremsten vor allem technische Störungen am Zug (Code 36) und vorausfahrende verspätete Züge den Verkehr. Auch Berlin meldete am Vormittag 35 Minuten Verzug, oft bedingt durch verspätete Bereitstellung (Code 47). Ein deutlicher Kontrast zeigte sich im Süden: München blieb trotz winterlicher Bedingungen unauffällig. ### Nahverkehr Für Pendler und Regionalreisende spitzte sich die Lage am späten Vormittag dramatisch zu. Stuttgart erreichte um 10 Uhr einen Durchschnittswert von 61 Minuten – der schlechteste Wert des Tages im gesamten Netz. Auslöser waren Polizeieinsätze (Code 02) und behördliche Maßnahmen. Auch im Osten gab es Probleme: Leipzig meldete zu dieser Zeit 45 Minuten Verspätung. Im Westen zeigte sich ein konstant hohes Belastungsniveau: Köln lag im Regionalverkehr zwischen 7 und 10 Uhr durchgehend über 20 Minuten, was viele Anschlüsse gefährdete. In Hannover und Hamburg entspannte sich die Lage nach morgendlichen Spitzenwerten von 13 beziehungsweise 19 Minuten hingegen wieder. Besonders betroffen von verkürzten Fahrten waren Reisende im Regionalnetz, wo 75 Halte entfielen. ### Ausfälle - **Vollausfälle:** 19 Züge (davon 2 im Fernverkehr, 17 im Nahverkehr) - **Ausgelassene Halte:** 87 (davon 12 im Fernverkehr, 75 im Nahverkehr) - **Hauptgründe:** - Bauarbeiten - Fehlende Wagen - Reparatur am Zug **Häufigste Verspätungsursachen:** 1. Verspätung eines vorausfahrenden Zuges 2. Technische Störung am Zug 3. Verspätete Bereitstellung des Zuges 4. Reparatur an einer Weiche 5. Vorfahrt eines anderen Zuges *Die Daten zu den Verspätungen werden an 18 ausgewählten Bahnhöfen erfasst. Damit wird der Fernverkehr nahezu komplett abgedeckt, der Regionalverkehr zu ca. 75%.*