-
Amokfahrt in Leipzig: „Niemand mehr in Lebensgefahr“ Zwei Menschen starben, als ein psychisch erkrankter Amateurboxer mit seinem SUV durch die Leipziger Innenstadt raste – überwältigt wurde er von einem Taxifahrer aus Algerien und einem Geflüchteten aus Libyen. Während die Stadt nun ihr Sicherheitskonzept und die Poller-Frage prüft, bleibt die Spannung zwischen Schutz und urbaner Offenheit ungelöst. Die Tat führt nah heran an die Frage, wie Gewalt plötzlich in Alltagsräume einbricht und was das mit unseren Sicherheitserwartungen macht.
-
Antifaschistische Kampfsportszene: Linker Haken, Rechte aufs Kreuz In Halle betreibt ein Netzwerk aus rechten Hooligans und vorbestraften Neonazis ein florierendes Kampfsportstudio – direkt gegenüber entstehen linke Trainingsräume, die Demokratiebildung und Ausstiegsbegleitung mit Thaiboxen verbinden. Der Text zeigt, wie dieselbe körperliche Praxis der Selbstverteidigung als Ort der Radikalisierung oder der Emanzipation wirken kann, und stellt die Frage nach staatlicher Regulierung eines kommerziellen Sektors, der längst politisiert ist.
-
Regionalwahlen in Wales: Labour-Dämmerung unter den schwarzen Hügeln Nach 26 Jahren Labour-Herrschaft könnte in Wales erstmals die walisische Nationalpartei Plaid Cymru stärkste Kraft werden, während rechts Reform UK auf dem Land erstarkt – ein politischer Umbruch, der Parallelen zu ostdeutschen Entwicklungen nahelegt. Die Reportage aus Swansea und der Gower-Halbinsel zeigt im Kleinen, wie klassische Arbeiterparteien ihre Stammwählerschaft verlieren, wenn alltägliche Erfahrungen mit dem Gesundheitssystem und Lebenshaltungskosten nicht mehr zum Narrativ der Regierenden passen.
taz - 3 Texte: taz - 3 Texte - 5.5.2026
* **[Amokfahrt in Leipzig: „Niemand mehr in Lebensgefahr“](https://taz.de/Amokfahrt-in-Leipzig/!6176367/)** Zwei Menschen starben, als ein psychi
taz - 3 Texte