„Die Antifa droht: NIUS macht sie zum Feindbild – und sich selbst zum Märtyrer.“
Am Donnerstag dominierte bei NIUS eine dreifache Kampagne: Erstens die skrupellose Diffamierung der „Zeit“ als „Verschleierer von Gewalt“ gegen „Apollo News“-Journalisten, zweitens die kalkulierte Eskalation der „Antifa-heute-Brandmauer“-Falle durch die NIUS-Live-Show, drittens die gezielte Hetze gegen die Ukraine via „Antisemit der Woche“-Ritual. Alles unter dem Deckmantel von „Pressefreiheit“, „Demokratieverteidigung“ und „Israel-Unterstützung“ – während NIUS selbst systematisch Desinformation betreibt.
„Zeit“ als „Staatsmedium“: Die Kampagne gegen kritischen Journalismus
Felix Perrefort inszenierte am Donnerstag um 2:00 Uhr den Artikel „Linke Gewalt gegen Journalisten: Wie die ‚Zeit‘ die Attacke auf ‚Apollo News‘ kleinschreibt“ als „Enthüllung“, die sich bei genauerem Hinsehen als Verzerrung der Fakten entpuppt. Der rhetorische Mechanismus funktioniert wie folgt:
- Selektive Wahrnehmung als „Recherche“: Perrefort verschweigt systematisch, dass die „Zeit“-Autor*innen in ihrem Artikel sehr wohl auf mögliche Provokationen der Journalisten eingehen – etwa auf die Frage, ob diese als Rechte erkannt wurden. Stattdessen wird die „Zeit“ pauschal als „Verharmloserin von Gewalt“ diffamiert.
- Opferrolle als Märtyrer: Der Artikel konstruiert „Apollo News“ als wehrloses Opfer einer „Hetzjagd“, während NIUS selbst gezielt Desinformation betreibt (z.B. der „NGO-Komplex“-Frame, den die CDU bereits übernommen hat).
- Falsche Dichotomie: Perrefort suggeriert, dass entweder die Journalisten unschuldige Opfer oder die „Zeit“ Mittäter waren – eine klassische „Entweder-oder“-Falle, die jede differenzierte Diskussion unterdrückt.
Besonders perfide: NIUS nutzt die Gewalt gegen Journalisten, um sich selbst als „Retter der Pressefreiheit“ zu inszenieren – während NIUS selbst gezielt gegen Medien hetzt (z.B. durch die etablierte Praxis, andere Medien als „Lügenpresse“ zu diffamieren).
NIUS Live: Die „Antifa-heute“-Falle als politische Waffe
Die Live-Show am Donnerstagmorgen unter dem Titel „Die Antifa droht: NIUS macht sie zum Feindbild“ (3:58 Uhr) funktionierte als multiplikativer Amplifier für die NIUS-Kampagne gegen linke Gewalt und für die AfD-Propaganda. Die rhetorischen Mechanismen:
- Opferrolle als politisches Druckmittel: Julian Reichelt, Gunnar Schupelius und Pauline Voss inszenierten NIUS und „Apollo News“ als „unter Beschuss stehende Medien“, die von der „Antifa“ mit Mordaufrufen bedroht werden. Die implizite Botschaft:
„Wer gegen NIUS hetzt, hetzt gegen die Demokratie – wer NIUS liest, liest die Wahrheit.“
- „Brandmauer“-Debatte als CDU-Spaltungsinstrument: Die Show nutzte die CDU-internen Diskussionen um die „Brandmauer“, um die CDU als „zerrissen“ darzustellen. Reichelt und Schupelius förderten gezielt die AfD-taugliche Erzählung:
„Die CDU muss endlich aufwachen und die Brandmauer fallen lassen, sonst verliert sie an die AfD.“
- Gastauftritt des „Antifa-Aufrufs“: Die Show präsentierte einen Aufruf von „Widersetzen“, der zu Gewalt gegen NIUS aufruft, als „Beweis für den neuen Linksterrorismus“. Die strategische Täuschung:
- Keine Einordnung, dass der Aufruf keine konkrete Gewaltandrohung enthält, sondern allgemeine Aufrufe zu Protesten.
- Keine Kritik an der AfD, die ebenfalls Gewalt legitimiert (z.B. durch „Remigration“-Aussagen, die Massendeportationen aufrufen).
**Die NIUS-Live-Show war ein Musterbeispiel für rechtspopulistische Meinungsmache – sie nutzte Emotionen (Angst vor Gewalt), Opferrolle (NIUS als Märtyrer) und CDU-Spaltungstaktik, um AfD-freundliche Narrative zu pushen.
„Antisemit der Woche“: Die Hetze gegen die Ukraine
Der Freitags-Festartikel „Antisemit der Woche: Türkischer Außenminister erklärt Israel zum ‚Problem für die gesamte Menschheit‘“ (10:10 Uhr) transformiert gezielt Antisemitismus-Diskurse in eine Kampagne gegen die Ukraine. Der rhetorische Mechanismus:
- Fidan als „Strohmann“ fürUkraine-Hetze: Claudio Casula nutzt den türkischen Außenminister, um die ukrainische Regierung als „Israel-feindlich“ zu diffamieren. Die strategische Falschbehauptung:
- Kein Beleg, dass die Ukraine türkische Positionen teilt.
- Keine Einordnung, dass Fidans Aussagen über Israel (z.B. den Vorwurf des „Genozids“) tatsächlich antisemitisch sind, während NIUS selbst gezielt Desinformation betreibt (z.B. durch „NGO-Komplex“-Vorwürfe, die NGOs als „antideutsche Hetzer“ darstellen).
- „Goldene Wassermelone“-Ritual als Hetzkampagne: Casula inszeniert Fidan als „Antisemiten der Woche“, während NIUS selbst gezielt Antisemitismus-Debatten instrumentalisiert, um Ukraine-Kritik zu schüren:
- Keine Kritik an der eigenen Hetze gegen die Ukraine (z.B. durch „Ukraine-ist-ein-Nazi-Staat“-Narrative in früheren Artikeln).
- **Keine Gegenstimme zu Fidans eigenen extremistischen Aussagen (z.B. seine Unterstützung für die Hamas).
**Der „Antisemit der Woche“-Artikel ist ein klassisches Beispiel für „Antisemitismus als Instrument“ – NIUS nutzt Antisemitismus-Diskurse, um Ukraine-Kritik zu schüren und die eigene Hetze gegen die Regierung zu rechtfertigen.
Begriffe & Frames des Tages
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„Hetzjagd auf Journalisten“
„Die Zeit sieht die Sache anders. Sie behauptet, dass sich die Geschehnisse in Wahrheit komplexer darstellen.“ Einordnung: Der Frame „Hetzjagd“ ist ein NIUS-eigenes Märtyrer-Narrativ, das Angriffe auf „Apollo News“ als „Angriff auf die Pressefreiheit“ darstellt. Die implizite Botschaft: „Wer gegen NIUS‘ Konkurrenz hetzt, hetzt gegen die Demokratie – wer NIUS liest, liest die Wahrheit.“ Der Frame nutzt emotionale Sprache, um NIUS als „Opfer“ und „Apollo News“ als „Täter“ darzustellen.
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„Linksterrorismus“
„Es ist kein Fall für staatliche Förderprogramme, sondern für den Staatsschutz. Die ‚Antifa‘ ist eine Organisation der politischen Gewalt und des Straßenterrors.“ Einordnung: Der Begriff „Linksterrorismus“ ist ein rechtspopulistischer Kampfbegriff, der legitime Protestkultur als „Terrorismus“ diffamiert. Die implizite Botschaft: „Wer gegen die AfD hetzt, hetzt gegen die Demokratie – wer Antifa-Aktivisten als ‚Terroristen‘ bezeichnet, rechtfertigt die AfD.“ Der Begriff wird gezielt von NIUS verbreitet, um Protestkultur zu kriminalisieren und die AfD als „demokratische Rettung“ darzustellen.
Relevante Artikel
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Linke Gewalt gegen Journalisten: Wie die ‚Zeit‘ die Attacke auf ‚Apollo News‘ kleinschreibt
2:00 Uhr | 10.7.2026*Felix Perrefort verzerrt die „Zeit“-Berichterstattung, um NIUS als „Retter der Pressefreiheit“ zu inszenieren. Die strategischen Auslassungen (keine Einordnung der eigenen Hetze von NIUS gegen Medien, keine Kritik an Apollo News‘ eigenen Methoden) zeigen, wie *hier ein „Opfer-Narrativ“ durchgezogen wird. -
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3:58 Uhr | 10.7.2026NIUS nutzt die NIUS-Live-Show, um die „Brandmauer“-Debatte zu eskalieren und NIUS als „Opfer von Linksextremismus“ darzustellen. Die strategischen Auslassungen (keine sachliche Einordnung der CDU-internen Diskussionen, keine Kritik an der AfD als „Gewalt-Partei“) zeigen, wie hier ein „CDU muss AfD wählen“-Narrativ reproduziert wird. -
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10:10 Uhr | 10.7.2026Claudio Casula nutzt Fidans Aussagen, um die Ukraine-Kritik zu schüren und NIUS als „Israel-Unterstützer“ darzustellen. Die strategischen Auslassungen (keine Einordnung von Fidans extremistischen Positionen, keine Kritik an der eigenen Hetze gegen die Ukraine) zeigen, wie hier ein „Ukraine als Nazi-Staat“-Frame reproduziert wird. -
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8:43 Uhr | 10.7.2026Julian Reichelt inszeniert NIUS als „Retter der Pressefreiheit“ und **diffamiert Antifa-Aktivisten als „neue Faschisten“. Die strategischen Auslassungen (keine Einordnung von NIUS‘ eigenen Desinformationskampagnen, keine Kritik an der AfD als Gewalt-Partei) zeigen, wie hier ein „NIUS als Opfer“-Narrativ durchgezogen wird.*